VindueTY Wer bin ich? Wohin gehen wir? Gibt es Gott?

Eine Einleitung mit kosmischen Symbolen.

11 Unser Weg    vom Tier    zum wahren Menschen

Gottes ewiger Weltenplan in einem Symbol.

Unterschiedliche Einstellungen zum Bericht über meine Mission

Wenn man leichter an "Offenbarungen" der Vergangenheit glaubt als an heutige

Da meine Arbeit im Laufe der Zeit viele Leser gefunden hat, für deren Leben sie in Form von "Geisteswissenschaft" ein tragender Faktor geworden ist, habe ich es diesen Menschen gegenüber als nützlich angesehen, ihnen einen kleinen Abriss von den Geschehnissen zu geben, durch die meine geistige Mission unmittelbar ausgelöst wurde.

Diese Begebenheiten, die für mich zur Berufung wurden, sind so außergewöhnlicher und seltener Art, dass ihre eingehende Beschreibung auf den Uneingeweihten nur als ein phantastisches und durchaus unwirkliches Märchen wirken muss, wie die bei intoleranten und zur Nächstenliebe weniger entwickelten Menschen geradezu Ärger hervorrufen wird, so dass diese mich in ihrem "heiligen Zorn" als vom Teufel besessen , als Gotteslästerer, als mit Größenwahn oder anderen Abnormitäten oder Geisteskrankheiten behaftet ansehen. Ja die Tatsachen haben sogar gezeigt, dass es Leute gibt, die mich für den Antichrist selbst, für einen falschen Messias u.ä. halten.

Solche Menschen haben sich allmählich zu sehr in die Vorstellung hineinsuggeriert, dass die sogenannten Offenbarungen Erscheinungen seien, die nur biblische Personen der Vergangenheit erlebt haben. Obwohl man es auf der Bewusstseinsstufe dieser Menschen jahrtausendelang von den Kanzeln und Predigtstühlen in Stadt und Land, von Rednerpulten im Freien, in den Wäldern, in der schönen Natur, auf Straßen und in Gassen den Menschen verkündet und zugerufen hat: "Der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser" - "Gott sprach" zu Adam und Eva , "Gott sprach" zu Moses, "Gott sprach" zu den Propheten - Jesus "verklärte sich" auf dem Berge - die Apostel wurden alle "voll des heiligen Geistes", den man als "Feuerzungen über ihren Häuptern sehen konnte" - Paulus wurde auf dem Weg nach Damaskus "in ein weißes Licht eingehüllt" usw. usw., werden die Menschen auf diesem Entwicklungsniveau die letzten sein zu verstehen, die allerletzten sein, die daran glauben, dass die gleichen Geschehnisse genauso gut hier in unserem modernen, wissenschaftlichen und technischen Zeitalter stattfinden können.

Man findet es, vom genannten Niveau aus gesehen, ganz natürlich, dass "Gottes Geist" sich in der Form des " brennenden Dornbusches" vor Moses zeigte und dass "das weiße Licht" über Paulus kam, obwohl der Erstere ein Mörder und der Letztere ein hartnäckiger Gegner und Verfolger Christi war, und ist im Glauben an die Wahrhaftigkeit dieser Schilderungen nicht zu erschüttern. Kommt aber heute ein Mann und erzählt, dass er "voll des heiligen Geistes" ist, dass er "eins mit dem Vater" ist, dass er selbst " der Weg, die Wahrheit und das Leben" wurde, glaubt man ihm nicht, sondern er erregt geradezu öffentliches Ärgernis, gleichgültig wie rechtschaffen und rein er auch lebt, gleichgültig wie wissenschaftlich er auch seine Behauptung unterbauen kann.

Dies ist jedoch ganz natürlich. In Hinsicht auf logisches Denken und Analysieren auf dem religiösen Gebiet sind die Betreffenden noch keine freistehenden Menschen. Sie sind innerlich noch nicht so selbständig, dass sie die offizielle Meinung der "Herde" verlassen können, die für sie das unerschütterliche, ungeschriebene Gesetz oder der Laufstuhl ist, mit dessen Hilfe sie sich, religiös gesehen, noch aufrecht halten müssen, solange das Gehvermögen ihrer Gedanken in den Labyrinthen des Lebensmysteriums noch unselbständig und hilflos ist, weshalb für sie das Leben außerhalb des Gebietes der alten religiösen Traditionen und Dogmen eine Wüste wird, in der sie infolge ihrer geistigen Unbeweglichkeit verhungern oder auf andre Weise kläglich umkommen müssten.

Richtet nicht!

Für Menschen obengenannter Art ist diese Schrift nicht bestimmt. Sollte sie trotzdem einem solchen Menschen in die Hände fallen, so will ich ihm gleich folgendes sagen: "Verbleibe absolut in dem religiösen Glauben,. der für dich das Leben oder das Glück bedeutet, der deiner Ansicht nach der Weg, die Wahrheit und das Leben ist".

Glaube ja nicht, dass ich dich auch nur in einem einzigen Punkte von dieser deiner höchsten Lebensauffassung abbringen möchte. Ich möchte überhaupt keines Menschen Glauben an das, was wirklich das Schöne, das Gute und das Wahre ist und ihn deshalb im täglichen Dasein liebevoll und göttlich inspiriert, schwächen.

Denke jedoch daran, dass es eine Übertretung des Liebesgesetzes wäre, dir nicht zu bekennen, dass dein Wissen begrenzt ist und dass du außerhalb dieses Wissens von einer Zone umgeben bist,. wo du nicht " wissend " sein kannst und deshalb notwendigerweise nur als "gläubig" anzusehen bist. Und außerhalb dieses Gebietes bist du wieder von einer unendlichen Zone umgeben, die aufgrund deiner vollständigen Unwissenheit, deiner totalen Unkenntnis zur schwärzesten Nacht wird. Was diese dunkle Nacht in ihrem Schoße verbergen kann, darüber weißt du nichts. Du kannst daher überhaupt keine Autorität., kein rechtmäßig qualifizierter Richter in der Beurteilung von Berichten oder Enthüllungen sein, die sich auf dieses dir gänzlich unbekannte Gebiet beziehen. Nur auf dem kleinen Feld oder Gebiet, wo du dich auf absolut mathematische Tatsachen, auf absolut selbst erlebtes Wissen zu stützen vermagst, kannst du mitreden.

Aber bereits auf dem Gebiet, wo du nur als "Gläubiger" existierst, hörst du auf, eine Kapazität zu sein. Hier lebst du auf der Grundlage dessen, was andere dir erzählt, was andere geschrieben haben. Das bedeutet also, dass du hier nur ein Schüler, ein Lehrling, ein Lernender bist. Du hast nicht das reife Stadium vollendeter Ausbildung erreicht. Du hast noch nicht dein Examen bestanden, hast deine Gesellenprüfung noch nicht gemacht.

Ist es daher nicht natürlicher und deshalb liebevoller, dass der Schüler diese seine wirkliche Stellung bekennt, die eben ausschließlich darin besteht, "Zuhörer" zu sein, als dass er sich einbildet, als der "Urteilende", als der "Belehrende" aufzutreten und sich somit in Wirklichkeit, wenn auch unbewusst, als "falscher" Meister oder Lehrer hinstellt? Wenn der "Gläubige" den "Wissenden" belehren will, ist das ja dasselbe als würde der Schüler den Meister belehren wollen. Dieses Verhalten ist unnatürlich, ist lieblos. Der "Gläubige" versündigt sich gegen seine eigene Überzeugung, wenn er mit dem "wissenden" Wesen ins Gericht geht, ganz unabhängig davon, ob diese Handlungsweise in gutem Glauben geschieht.

Heißt es aber nicht gerade aus diesem Grund "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden"? Derjenige, der dies wirklich weiß, verurteilt nicht auf Gebieten, wo er nicht "wissend" ist. Es kommt also dem "gläubigen" Wesen nicht zu, zu verurteilen. Dies kann rechtmäßig nur das Privileg des "Wissenden" sein.

Für wen der Bericht über die Geburt meiner Sendung bestimmt ist

Wenn du mit dem folgenden Bericht in Berührung kommst, der in großen und groben Zügen mein eigener jetziger Lebenslauf ist und der sich als eine einzige große Offenbarung göttlicher Weisheit geformt hat, als eine permanente Umschöpfung von Religion in Wissenschaft, dann denke bezüglich des Voranstehenden daran, dass sich dieser Bericht nicht an dich wendet, der du von vornherein der Ansicht bist, alles durch den "Glauben" erreicht zu haben, "erlöst" zu sein, dich "selig" zu fühlen. Mach dir dagegen begreiflich, dass meine Schrift an alle Menschen gerichtet ist, die so weit entwickelt sind, dass sie nicht aufgrund von Vermutungen, nicht aufgrund von "Glauben" urteilen, sondern die ausschließlich als unparteiische Wahrheitssucher auftreten, denen das absolute "Wissen" oder die unumstößliche Tatsache heilig und somit das absolut einzige Ziel für ihr Streben und die einzige Grundlage für ihr Denkvermögen und damit für ihre Urteilskraft und Handlungsweise ist.

Und angenommen, du würdest ihn verurteilen, verleumden oder seinem Wirken entgegenarbeiten, da würdest du ja Gott entgegenarbeiten, da würdest du den großen Verheißungen deiner eigenen Religion und damit der Vervollkommnung der Menschheit entgegenarbeiten. Dass du vielleicht Pfarrer, freireligiös, Oxfordler, Adventist, Anthroposoph, Theosoph, Spiritist o. ä. bist, befreit dich nicht von der daraus folgenden Verantwortung. War es nicht gerade der Hohepriester, der ein "Kajaphas" wurde? - Und fand man übrigens nicht gerade unter allen denen, die die offizielle Würde als die "Hüter der Moral" bekleideten, diejenigen, die am eifrigsten riefen "kreuzigt ihn, kreuzigt ihn!"? Und sagte nicht Jesus selbst: "die ersten, werden die letzten sein"? - Und du wünschst doch nicht gerade in diese Lage zu kommen? - Sei deshalb auf der Hut! Früher oder später wirst du demselben Problem gegenüberstehen, gleichgültig,, wie selbstsicher, wie erlöst oder selig du dich heute auch fühlen magst.

Drei Formen der Einstellung zum Bericht über die Geburt meiner Sendung

Wenn ich hier so viele unmittelbar an dich gerichtete Worte ins Feld geführt habe, so geschah dies, weil du jetzt, wenn du den folgenden Bericht liest, deine Liebesfähigkeit auf die Probe gestellt sehen wirst. Du stehst hier vor zwei Wegen. Deiner Einstellung zu diesem Bericht entsprechend wirst du entweder den einen oder den anderen dieser beiden Wege wandern, falls du dich nicht für einen nicht-qualifizierten Richter über mich hältst und es deshalb vorziehst, dich neutral zu verhalten. Falls letzteres nicht der Fall ist, wirst du mich entweder verstehen und dich über meinen Bericht freuen und den Weg wandern, der alles und alle zum Licht, zur Welterlösung, zu dem so innig gewünschten dauerhaften Frieden auf Erden führt - oder du wirst gereizt und unduldsam sein, du wirst mich für einen Diener der Finsternis halten, mir entgegenarbeiten und mir schaden und damit den Weg wandern, der zum Krieg, zur Sorge und Trauer, zur Verkrüpplung und zum Leiden führt, ganz unabhängig davon, wo du religiös gesehen heute auch zu stehen vermeinst. Du wirst dann zu denen gehören, von denen man am besten sagen muss: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"

Mit dem Voranstehenden wollte ich versuchen, dich zu tieferem Nachdenken anzuregen und dir zu helfen, nicht ganz unbeherrscht und von vornherein ohne Grundlage oder Überlegung zu urteilen, zu kritisieren und dem zu schaden, womit du jetzt bekannt gemacht wirst. Und lass mich dich noch einmal an die großen Gebote deiner eigenen Religion erinnern: "Wacht und betet, auf dass ihr nicht in Anfechtung fallt, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach". - "Darum, wer sich lässt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, dass er nicht falle".

Meine Wünsche für den Leser

Nun sind sicherlich folgende Fragen meine Person betreffend in dir aufgetaucht: "Sollen diese mahnenden Worte, die du alle unmittelbar an mich gerichtet hast, bedeuten, dass der heilige Geist von dir Besitz ergriffen hat, dass du ein ,Eingeweihter' bist? Soll ich vielleicht glauben, dass du ein ,Welterlöser' bist?" - Lass mich daher im Zusammenhang hiermit dir gleich begreiflich machen, dass ich bezüglich meiner Person durchaus nicht wünsche oder anstrebe, dass überhaupt irgend jemand etwas "glauben" soll. Ich wünsche durchaus nur, alle dahin zu leiten, vorliegende, unwiderlegliche Tatsachen bezüglich der Manifestation des Geistes Gottes in sichtbarer physischer Erscheinung zu untersuchen, gleichgültig in wem oder wo auch immer sich diese zeigen möge, und damit Glauben in Gewissheit, Unwissenheit in Wissen, Religion in Wissenschaft zu verwandeln. Ich wünsche ausdrücklich, jede Verehrung meines eigenen persönlichen Ichs auf Kosten der Schaffung der Erkenntnis der wirklichen Existenz des Heiligen Geistes zu bekämpfen.

Wenn ich all das Voranstehende gesagt habe, so geschah das bestimmt nicht, um Aufsehen für meine Person, mein privates Ich, zu erzeugen. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass sich ein felsenfestes persönliches Prestige oder eine unerschütterliche Position dadurch schaffen lässt, dass man bloß von sich selbst redet. Ich weiß nur zu genau, dass nur das Vorweisen der wirklichen Tatsachen religiöses Material für den wissenschaftlich eingestellten Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts sein kann und dass die bloßen "guten Worte" nur "Toren erfreuen" können. Eine Huldigung eines solchen Bewusstseinsniveaus kann in Wirklichkeit nur der anstreben, der selbst ein "Tor" ist, nur der anstreben, der selbst unersättlichen Ehrgeiz hat und der für den Hunger danach, der Erste zu sein, bewundert, verehrt, gefeiert und angebetet zu werden, noch Lebensbedingung, noch sein Abgott ist und für den deshalb alles andere im Dasein untergeordnet, unbedeutender ist.

Wie aber sollte ein solchen Mensch das nüchterne, unparteiische, lautere Werkzeug für die Manifestation wirklicher Wahrheit sein können? In einer Person für welche die Enthüllung der Wahrheit weniger bedeutungsvoll, weniger wert ist als das Erreichen der Bewunderung anderer und der Anbetung der eigenen Person, wird die Wahrheit auf Kosten des Erreichens dieser Bewunderung oder Anbetung gefärbt oder geprägt. Und die normale oder natürliche Folge, dass nämlich die Wahrheit die Person prägt, wird in entsprechendem Grade verhindert. Die Person prägt dagegen die Wahrheit. Und die Offenbarung der Wahrheit kann durch solche Personen nur ein unklares und egoistisch geprägtes Licht werden.

Das Entscheidende am Bericht über die Geburt meiner Sendung und die Grundlage für mein Hervortreten

Hier möchte ich gern betonen, dass es nicht das Wesentliche ist, ob ich dieser oder jener bin und dieses oder jenes kann. Das Entscheidende für mein Hervortreten ist dagegen, erklären zu können, dass eine Manifestation des Heiligen Geistes, also ein Ereignis, das in der Bibel eine "Offenbarung" heißt, während meiner voll wachen, tagesbewussten Erlebniskraft stattgefunden hat. Jemanden zu überzeugen, an diese Offenbarung zu "glauben", das ist nicht der Kernpunkt meines Strebens. Vielmehr ist es meine Aufgabe, ausschließlich nachzuweisen, dass diese Offenbarung oder Manifestation des "Heiligen Geistes" nichts mit einem Wunder zu tun hat, keinerlei Mysterium, sondern durchaus nüchterne, übersehbare Wirklichkeit ist, die ihrer Natur nach zum Gegenstand für Analysierung, dem Verstand begreiflich gemacht werden kann, ebensogut wie jede x-beliebige andere reale Erscheinung, aus denen unser tägliches Leben ansonsten besteht. Ich strebe daher durchaus nur danach, für meine Mitmenschen auf den Gebieten eine Grundlage für das Erreichen von Wissen zu schaffen, wo sie sich vorher damit begnügen mussten zu glauben, und wo sie deshalb die Grundlage ihres Lebens auf Berichte anderer stützen mussten.

Aufklärung und Verständnis auf den kosmischen Gebieten zu geben, Respekt und Ehrfurcht vor den leitenden Kräften und höchsten kosmischen Autoritäten im Dasein zu schaffen, nachzuweisen, dass das Gesetz der Liebe, also dies, dass man einander lieben soll, Wissenschaft, Wirklichkeit und Seligkeit ist, dies ist heilig für mich, dies ist die einzige Grundlage für mein Dasein geworden. Denn jedes auch noch so kleine Gebiet im Gestrüpp der Mystik, das ich in reale, wissenschaftliche Kultur umformen kann und wo ich Gott in der geistigen Einstellung eines meiner Mitmenschen zur Tatsache machen kann, ist mir tausendmal mehr wert als die blinde Huldigung von Millionen von "Toren".

Im Vertrauen darauf, dass du all dies verstehen mögest und dass dies dazu beitragen möge, dir zur rechten wahrheitsliebenden Einstellung zu verhelfen, wenn du das Studium meiner Manifestationen fortsetzt, möchte ich dich an das Wort deines eigenen Erlösers erinnern: "denn an der Frucht erkennt man den Baum". Die ewigen Wahrheiten, die ewigen Ergebnisse, das Größte von allem, was die Weisen gesagt haben zu Wissenschaft und damit zu Liebe zu machen, das sind meine "Früchte".
 
Aus der Zeitschrift Kosmos, Nr. 4 1936. Der Artikel erschien unter dem Titel: "Zur Geburt meiner Sendung".
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