Wer bin ich? Wohin gehen wir? Gibt es Gott? Wer bin ich? Wohin gehen wir? Gibt es Gott?

Eine Einleitung mit kosmischen Symbolen.

Unser Weg vom Tier zum wahren Menschen Unser Weg    vom Tier    zum wahren Menschen

Gottes ewiger Weltenplan in einem Symbol.

symbol_17s.jpgReinkarnation, Kreislauf und Jahreszeiten
– Symbol Nr. 17

 

 

Die kosmischen Jahreszeiten
„Ohne neu aus Wasser und Geist geboren zu werden, wird man keinesfalls Gottes Reich sehen können.“ Das war Jesu Antwort an Nikodemus, als dieser kam und nach der Wiedergeburt fragte (Joh. 3; 3–8). Mit Wasser wies Jesus auf einen neuen Organismus hin, während Geist ein Synonym für ein neues Bewusstsein ist.

In einem anderen Fall wies Jesus darauf hin, dass Johannes der Täufer in einem früheren Leben Elias war, der Prophet des Alten Testaments: „Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist Elia, der kommen soll“ (Mt. 11,14). Siehe ebenfalls Mt. 17, 13, Lk. 1, 1–25, Mt. 11, 9–15 und Mk. 9, 10–13.

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Jesus sagte auch den damaligen Menschen, dass er den kommenden Geschlechtern noch mehr zu sagen habe: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“(Joh. 16, 12).

Ohne Reinkarnation wären die damaligen Menschen aber davon ausgeschlossen, selbst am letzten Teil der Weisheit und damit im Paradies anzukommen. Die Worte: „Aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ zeigen, dass Jesus wusste, dass sie erst durch eine Intelligenz- und Gefühlsreifung gehen müssen, ehe sie die ganze Weis-heit entgegennehmen können. Diesen humanen Zustand nannte Martinus auch das Intellektualitätsklima. Auf dem Symbol ist es dort gezeigt, wo das liegende gelbe und grüne Dreiecksfeld (das Gefühlsklima und das Intelligenzklima) einander überlappen.

Erst mit diesem Zustand werden die Menschen imstande sein, die Ewigkeit und das „ewige Leben“, wie in der Bibel beschrieben, zu verstehen. Das ewige Leben ist kein Alter, das ab einer Geburt gezählt wird. Ein ewiges Leben ist eine ewige Entwicklung ohne Anfang und Ende.

Überall in der Natur sehen wir Entwicklung und Kreisläufe: Die dunkle Nacht wird von dem Licht des Tages abgelöst. Das vorher so unreine Wasser entspringt wieder frisch aus der Quelle. Der kalte leblose Winter geht in die Wärme, die Farben und das Licht des Frühjahrs und Sommers über und weiter zum beginnenden Verwelken des Herbstes und zum neuen Winter. Auf die unreife Periode des Kindes folgt der Frühling der Jugend und kündigt den Sommer der Reife an und danach den Herbst des Alters.

Die Wiedergeburt und Erneuerung ist der Gang der Natur selbst. Sollten die Erdenmenschen weniger wert als der schmutzige Wassertropfen und damit eine Ausnahme von der großartigen Ordnung der Natur sein? Oder weniger wert als die Erde, die sich von einer glühenden Mineralsuppe bis zu den schönen Szenarien fort-entwickelt hat, mit denen die Natur uns heute umgibt? Nein, der Kreislauf wird auch uns dazu führen, zu leuchten wie die Sonne. Alle werden dahin kommen, zu wärmen, zu inspirieren und Leben an alle und alles in ihrer Umgebung zu spenden.

Das Symbol veranschaulicht das Kreislaufprinzip und die Jahreszeiten als Symbole der Finsternis und des Lichts. Die farbigen Rechtecke oben und unten zeigen die Daseinsebenen (beschrieben in Symbol 13). Die schwarze und die weiße Figur zeigen das Wachsen und die Kulmination der Finsternis und des Lichtes. Die Kreisläufe sind Ganzheiten, in denen zwei Gegensätze wechselweise kulminieren und latent sind. Die Finsternis kulminiert im Tierreich und das Licht in der göttlichen Welt.
Das Feld mit den schraffierten Farbstreifen symbolisiert die Jahreszeiten des Kreislaufs: grau steht für den Winter, grün für den Frühling, mehrfarbig für den Sommer und rot für den Herbst. Wir befinden uns also in der Winterzone des kosmischen Spiralkreislaufs. Hier ist das Lebenserleben am niedrigsten (das dünne orange Feld ganz unten). Das Leben kulminiert erst in der göttlichen Welt (das breitere blaue Feld weiter vorne).

Ganz oben gibt es einige schwarze/weiße Kreise. Diese symbolisieren der Reihe nach: die Wintersonnenwende, den Frühjahrspunkt der Tag- und Nachtgleiche, die Sommersonnenwende, den Herbstpunkt der Tag- und Nachtgleiche und die Wintersonnenwende.
Diese Zeitpunkte sind auch Bilder der unterschiedlichen Verhältnisse zwischen Licht und Finsternis im Spiralkreislauf. Es ist diese symbolische Bedeutung, die hinter den Festlegungen der verschiedenen Jahresfeiern liegt. Weihnachten bezieht sich auf die Geburt des Lichtes und der Liebe auf Erden, Ostern auf den Sieg des Lichtes über die Finsternis und Pfingsten auf den Geist, die Allliebe und die Allmacht der Gottheit. Neujahr symbolisiert den Beginn eines neuen Kreislaufs und damit auch die Unsterb-
lichkeit.

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